Die Historie Hotel Vier Jahreszeiten
Im Jahre 1605 wurde das Haus für den Bruder des Fürstbischofs von Würzburg, Valentin Echter, errichtet.
Die architektonische Verwandtschaft mit dem Stammhaus der Familie Echter,
dem Schloss Mespelbrunn, ist augenfällig.
Es ist also anzunehmen, dass man die Bauleute vom Untermain kommen ließ,
um hier ein angemessenes Wohnhaus für den Fürstenbruder zu errichten.
Valentin Echter residierte dann mit seiner Familie als fürstbischöflicher Amtmann und Vogt.
Ein Standbild der Familie Valentin Echter ist im Mainfrankenmuseum auf der Festung in Würzburg zu besichtigen.
Als dieser Zweig der Familie Echter ausstarb, kam das Anwesen 1698 in den Besitz des Juliusspitals und zur Zeit der Säkularisation in Staatsbesitz. 1817 wurde das Haus zum Landgerichtssitz und 1879 Amtsgericht.
An der Stirnseite des heutigen Restaurants saß der Richter,
etwa auf Höhe der Eingangstüre von der Lounge her, der Angeklagte, und die heutige Lounge war der Raum für die Beobachter der Prozesse. Von „schweren Fällen“ ist nichts bekannt. So dienten auch die zwei Gefängniszellen (heute die Bäder der Zimmer 5 + 6) mehr als Ausnüchterungszellen,
denn als Verwahrungsorte für Schwerverbrecher.
Im Rahmen der Gebietsreform wurde der Gerichtssitz nach Kitzingen verlegt
und so stand das gesamte Anwesen zum Verkauf.
Seit 1986 ist das Anwesen im Besitz einer Schweizerischen Familien - Aktiengesellschaft.
Das Haus untersteht dem Einzel - Denkmalschutz. Das heißt,
dass jede architektonische Veränderung, ob innen oder außen, bewilligungspflichtig ist.